Glühwein – Geschichte, Genuss und die richtige Temperatur für den Winterklassiker

Frau mit einem dampfenden Becher an einem schneebedeckten Tag

Wenn die Tage kürzer werden, die Temperaturen sinken und der Duft von Zimt, Nelken und winterlichen Gewürzen durch die Luft zieht, beginnt für viele Menschen die Glühweinzeit. Kaum ein anderes Getränk wird so eng mit der Adventszeit, Weihnachtsmärkten und gemütlichen Winterabenden verbunden.

Doch Glühwein ist weit mehr als einfach nur erhitzter Rotwein. Die Verbindung aus Wein, Gewürzen, angenehmer Süße und der richtigen Trinktemperatur macht ihn zu einem besonderen Wintergetränk. Dabei kommt es nicht nur auf die Zutaten an. Auch die Art der Erwärmung und das verwendete Trinkgefäß beeinflussen den Genuss.

Wir erklären, woher Glühwein ursprünglich stammt, wie er sich von normalem Wein unterscheidet und warum eine Temperatur von etwa 60 °C für viele Glühweine besonders angenehm ist. Außerdem stellen wir den Glühwein aus Rotwein der Winzergenossenschaft Herxheim am Berg vor, mit dem sich ein Stück Pfälzer Wintertradition nach Hause holen lässt.

Woher kommt der Glühwein?

Gläser Glühwein mit Gewürzen

Die Idee, Wein mit Gewürzen zu verfeinern, ist wesentlich älter als unsere heutigen Weihnachtsmärkte.

Bereits in der Antike kannten die Römer gewürzte Weingetränke. Ein bekanntes Beispiel ist der sogenannte Conditum Paradoxum, dessen Rezept im antiken Kochbuch des Apicius überliefert wurde. Dafür wurden Wein, Honig und verschiedene Gewürze miteinander kombiniert.

Solche Getränke hatten allerdings noch wenig mit dem heutigen Weihnachtsmarkt-Glühwein gemeinsam. Sie zeigen vielmehr, dass Menschen schon vor vielen Jahrhunderten den Geschmack von Wein durch Gewürze und Süßungsmittel verändert haben.

Auch im Mittelalter waren gewürzte Weine in Europa verbreitet. Besonders wohlhabende Haushalte verwendeten dafür Zutaten wie Zimt, Nelken oder Ingwer, die damals kostbar und nicht überall leicht erhältlich waren.

Die Entwicklung zum heutigen Glühwein erfolgte erst wesentlich später. Im deutschsprachigen Raum etablierte sich erhitzter, gewürzter Wein zunehmend als winterliches Getränk.

Seine heutige Bekanntheit verdankt Glühwein vor allem der Weihnachtsmarktkultur. Mittlerweile gehört er für viele Menschen genauso zur Adventszeit wie Lebkuchen, gebrannte Mandeln und festlich geschmückte Innenstädte.

Warum heißt Glühwein eigentlich Glühwein?

Der Name lässt sich recht einfach erklären: Er leitet sich vom Erhitzen beziehungsweise Glühen ab.

Früher wurden zum Erwärmen von Getränken unter anderem heiße Metallgegenstände verwendet. Die Bezeichnung erinnert damit an eine Zeit, in der die Temperatur noch nicht so bequem mit einem elektrischen Getränkewärmer eingestellt werden konnte.

Heute wird Glühwein in Töpfen, Glühweinkochern oder speziellen Getränkespendern erwärmt. Am Grundprinzip hat sich jedoch wenig geändert: Der Wein wird erhitzt und warm getrunken, ohne dass er kochen sollte.

Was unterscheidet Glühwein von normalem Wein?

Ein klassischer Rotwein wird normalerweise bei einer Temperatur serviert, bei der seine Fruchtaromen, seine Struktur und gegebenenfalls seine Reifearomen gut zur Geltung kommen.

Glühwein verfolgt ein anderes Genusskonzept.

Seine Grundlage ist ebenfalls Wein, doch zusätzlich kommen Gewürze und in der Regel eine Süßung hinzu. Durch die Wärme werden die würzigen Aromen besonders intensiv wahrgenommen. Gleichzeitig verändert die Temperatur das Geschmackserlebnis.

Typische Glühweingewürze sind Zimt, Nelken, Sternanis und verschiedene Zitrusschalen. Je nach Rezept können auch Kardamom, Vanille oder andere Gewürze enthalten sein.

EigenschaftNormaler RotweinRoter Glühwein
GrundlageWein aus roten TraubenRotwein
GeschmackVon fruchtig bis kräftig, je nach WeinFruchtig, süßlich und würzig
Zusätzliche ZutatenIn der Regel keine GewürzeGewürze und meist Süßung
ServiertemperaturHäufig etwa 14–18 °CAngenehm warm, oft etwa 55–65 °C
Typischer AnlassEssen, Weinabend, FeierWinterabend, Advent, Weihnachtsmarkt
ZubereitungDirekt einschenken, gegebenenfalls temperierenSchonend erwärmen, nicht kochen

Wichtig ist: Glühwein muss nicht zwangsläufig aus einem besonders kräftigen oder teuren Rotwein hergestellt werden. Entscheidend ist vielmehr, dass die Grundlage mit der Süße und den Gewürzen harmoniert.

Ein zu tanninreicher oder stark holzbetonter Rotwein kann beim Erhitzen weniger ausgewogen wirken. Fruchtbetonte Weine eignen sich dagegen häufig gut als Grundlage.

Warum sollte Glühwein nicht kochen?

Einer der häufigsten Fehler bei der Zubereitung ist zu starkes Erhitzen.

Wird Glühwein zum Kochen gebracht, können sich seine Aromen verändern. Besonders empfindliche Duftstoffe gehen teilweise verloren, während andere Geschmacksnoten stärker hervortreten.

Auch Alkohol und Wasser verdampfen beim Erhitzen. Dabei ist die oft gehörte Aussage, Alkohol verdampfe erst bei exakt 78 °C, etwas vereinfacht. In einer Mischung aus Wasser, Alkohol und weiteren Bestandteilen findet Verdunstung bereits bei niedrigeren Temperaturen statt.

Je länger und stärker ein Glühwein erhitzt wird, desto deutlicher können sich deshalb sein Alkoholgehalt und sein Geschmack verändern.

Hinzu kommt: Ein sehr heißes Getränk lässt sich kaum unmittelbar genießen. Man muss zunächst warten, bis es ausreichend abgekühlt ist.

Die beste Lösung ist daher, den Glühwein langsam zu erwärmen und die Temperatur möglichst konstant zu halten.

Winterweincocktailglühwein

Warum sind gerade 60 °C für Glühwein so gut?

Etwa 60 °C sind ein sehr guter Richtwert, weil der Glühwein angenehm heiß ist, seine würzigen Aromen deutlich wahrgenommen werden und er nicht unnötig stark erhitzt werden muss.

Die Temperatur liegt hoch genug, um ein wohlig warmes Getränk zu erhalten, aber deutlich unterhalb des Siedepunktes. Dadurch lässt sich der Glühwein schonend erwärmen.

Bei ungefähr 60 °C entfalten Zimt, Nelken und andere Gewürze ihren charakteristischen Duft. Gleichzeitig bleiben die fruchtigen Eigenschaften des Rotweins besser erhalten, als wenn das Getränk längere Zeit stark erhitzt oder gekocht wird.

Es gibt allerdings keinen wissenschaftlich festgelegten Punkt, an dem Glühwein exakt bei 60 °C grundsätzlich am besten schmeckt. Das hängt auch von der Rezeptur und den persönlichen Vorlieben ab.

Für den praktischen Genuss ist die Temperatur dennoch eine ausgezeichnete Orientierung.

Was passiert bei unterschiedlichen Temperaturen?

TemperaturWirkung auf den Glühwein
40–45 °CWarm, aber für viele Glühweinliebhaber noch etwas zu lauwarm
50–55 °CAngenehm warm, Gewürze und Frucht gut wahrnehmbar
60 °CSehr guter Richtwert für aromatischen, heißen Glühwein
65–70 °CDeutlich heißer; vorsichtig trinken und längeres Warmhalten vermeiden
Ab etwa 75 °CUnnötig starke Erhitzung, besonders bei längerer Warmhaltezeit
KochendNicht empfehlenswert; Aromaverluste und Veränderungen der Zusammensetzung

Ein weiterer Vorteil von 60 °C: Wird der Glühwein in eine vorgewärmte Tasse gefüllt, bleibt er noch eine Weile angenehm warm.

Dabei sollte man bedenken, dass bereits Getränke um 60 °C bei unvorsichtigem Trinken Verbrühungen verursachen können. Deshalb empfiehlt es sich, zunächst einen kleinen Schluck zu probieren und den Glühwein gegebenenfalls etwas abkühlen zu lassen.

Glühwein aus Herxheim am Berg – Pfälzer Rotwein trifft Wintergenuss

Glühwein aus Rotwein

Wer Glühwein nicht selbst mit verschiedenen Gewürzen und Zucker zubereiten möchte, kann auf einen bereits fertig abgestimmten Glühwein zurückgreifen.

Eine interessante Variante ist der Glühwein aus Rotwein der Winzergenossenschaft Herxheim am Berg.

Herxheim am Berg liegt an der Deutschen Weinstraße in der Pfalz. Die Region ist für ihren Weinbau und ihre abwechslungsreichen Rebsorten bekannt. Neben klassischen Weiß- und Rotweinen bietet die Winzergenossenschaft auch einen Glühwein auf Rotweinbasis an.

Gerade bei einem fertig zubereiteten Glühwein liegt der Vorteil in der unkomplizierten Handhabung. Die Würzung und Süßung sind bereits aufeinander abgestimmt. Du musst weder Gewürze abmessen noch eine eigene Mischung herstellen.

Der Glühwein muss lediglich schonend erwärmt werden und ist anschließend servierfertig.

Warum wir beim Herxheimer Glühwein etwa 60 °C empfehlen

Für den Glühwein aus Herxheim am Berg empfehlen wir eine Erwärmung auf ungefähr 60 °C.

Bei dieser Temperatur lässt sich die Verbindung aus Rotwein und winterlicher Würzung angenehm genießen. Der Glühwein ist heiß genug für einen gemütlichen Winterabend, ohne dass man ihn unnötig stark erhitzen muss.

Besonders praktisch ist ein Glühweinkocher mit einstellbarem Thermostat. Damit lässt sich die gewünschte Temperatur einfacher halten als in einem gewöhnlichen Kochtopf.

Wer keinen Glühweinkocher besitzt, kann den Wein auch in einem Topf auf niedriger bis mittlerer Stufe erwärmen. Ein Küchenthermometer hilft dabei, die Temperatur zu kontrollieren.

Wichtig ist vor allem, den Glühwein nicht sprudelnd kochen zu lassen.

Unser Tipp: Erwärme zunächst nur die Menge, die du tatsächlich trinken möchtest. So vermeidest du unnötig langes Warmhalten und kannst den Glühwein möglichst frisch genießen.

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Aus welchem Gefäß schmeckt Glühwein am besten?

Auf Weihnachtsmärkten wird Glühwein meist in Keramiktassen ausgeschenkt. Das hat praktische Gründe: Keramik ist robust, wiederverwendbar und kann die Wärme des Getränks gut aufnehmen.

Die Wahl des Trinkgefäßes beeinflusst nicht nur die Optik, sondern auch, wie schnell das Getränk abkühlt und wie angenehm sich die Tasse halten lässt.

Aber auch andere Gefäße eignen sich.

Keramiktasse – der Klassiker für Glühwein

Weihnachtlicher Glühwein. Traditionelles festliches Getränk

Eine dickwandige Keramiktasse ist für Glühwein besonders praktisch. Sie ist stabil, liegt gut in der Hand und besitzt häufig einen ausreichend großen Henkel.

Wer die Tasse vor dem Einschenken kurz mit warmem Wasser vorwärmt, verhindert außerdem, dass der Glühwein unmittelbar einen größeren Teil seiner Wärme an das kalte Gefäß abgibt.

Doppelwandiges Thermoglas – modern und elegant

Doppelwandige Gläser sind eine interessante Alternative zur klassischen Glühweintasse.

Zwischen den beiden Glaswänden befindet sich eine isolierende Schicht. Dadurch bleibt das Getränk länger warm, während sich die Außenseite weniger stark erwärmt.

Außerdem kommt die tiefrote Farbe des Glühweins besonders schön zur Geltung. Für einen gemütlichen Abend zu Hause ist ein hitzebeständiges Thermoglas daher eine gute Wahl.

Edelstahlbecher – praktisch für draußen

Wer Glühwein im Garten oder auf der Terrasse genießen möchte, kann einen isolierten Edelstahlbecher verwenden.

Er hält die Temperatur häufig besonders lange. Allerdings ist genau das auch ein Punkt, auf den man achten sollte: Das Getränk kann im Inneren noch sehr heiß sein, obwohl sich der Becher außen kaum erwärmt.

Für den klassischen Glühweingenuss am Tisch würden wir deshalb eine Keramiktasse oder ein hitzebeständiges Thermoglas bevorzugen.

Welches Gefäß ist am besten geeignet?

GefäßVorteileEmpfehlung
Keramiktasse mit HenkelRobust, angenehm zu halten, traditionellIdeal für den klassischen Glühwein
Doppelwandiges ThermoglasGute Wärmeisolierung, schöne OptikBesonders für zu Hause
Isolierter EdelstahlbecherHält lange warm, bruchsicherGarten, Terrasse, unterwegs
Einfaches WeinglasSchöne Optik, aber nicht immer hitzebeständigNur bei ausdrücklicher Eignung für Heißgetränke

Unsere Empfehlung: Eine dickwandige Keramiktasse mit Henkel ist der beste Allrounder. Wer besonderen Wert auf die Optik legt, greift zu einem doppelwandigen, hitzebeständigen Glas.

Wie trinkt man Glühwein am besten?

Glühwein ist ein Getränk, das man langsam genießen sollte. Seine Gewürzaromen entfalten sich bereits beim Einschenken und werden durch die Wärme besonders deutlich.

Am besten servierst du ihn frisch erwärmt und trinkst ihn in kleinen Schlucken. So lassen sich die unterschiedlichen Aromen besser wahrnehmen.

Wer möchte, kann die Tasse mit einer dünnen Orangenscheibe oder einer Zimtstange dekorieren. Bei einem bereits fertig gewürzten Glühwein ist das allerdings nicht notwendig.

Auch zusätzliche Zuckerzugaben sind normalerweise nicht erforderlich. Probiere den Glühwein zunächst so, wie er vom Hersteller abgestimmt wurde.

Welche Speisen passen besonders gut zu Glühwein?

Glühwein wird häufig mit Lebkuchen, Plätzchen und gebrannten Mandeln kombiniert. Diese winterlichen Süßigkeiten passen durch ihre Gewürze und Röstaromen besonders gut zum Charakter des Getränks.

Doch auch herzhafte Speisen können eine interessante Begleitung sein.

Eine rustikale Brotzeit mit Käse, Schinken und frischem Bauernbrot bildet einen angenehmen Kontrast zur Süße des Glühweins. Besonders würzige Käsesorten können mit den fruchtigen und gewürzten Aromen harmonieren.

Auch Flammkuchen, herzhafte Blätterteiggebäcke oder kleine Bratwürstchen eignen sich für einen winterlichen Abend.

Wer Gäste erwartet, kann eine kleine Glühweinrunde mit einem gemischten Buffet veranstalten. Ein paar süße und herzhafte Kleinigkeiten reichen bereits aus, um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen.

Süße hausgemachte Snacks Schüssel mit glasiertem Honig, gerösteten Mandeln

Kann man Glühwein mehrmals aufwärmen?

Grundsätzlich kann ein bereits erwärmter Glühwein erneut erhitzt werden. Für den Geschmack ist das jedoch nicht unbedingt ideal.

Bei jedem Erwärmen und längeren Warmhalten können sich flüchtige Aromen verflüchtigen. Gleichzeitig verändert sich die Zusammensetzung durch Verdunstung.

Deshalb ist es sinnvoller, nur die benötigte Menge zu erhitzen.

Bleibt etwas übrig, sollte der Glühwein nicht stundenlang lauwarm stehen. Nach dem Abkühlen kann er gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt und zeitnah verbraucht werden. Beim erneuten Erwärmen sollte er wieder schonend auf Trinktemperatur gebracht werden.

Gibt es Glühwein auch aus Weißwein?

Ja, neben dem klassischen roten Glühwein gibt es auch weißen Glühwein und Varianten auf Roséweinbasis.

Weißer Glühwein wirkt häufig etwas leichter und frischer. Je nach Rezept können Zitrusfrüchte, Vanille, Zimt oder andere Gewürze seine Aromatik prägen.

Roter Glühwein besitzt dagegen meist einen kräftigeren, stärker an dunkle Früchte erinnernden Charakter.

Welche Variante besser schmeckt, ist reine Geschmackssache. Wer den klassischen Weihnachtsmarktgeschmack bevorzugt, greift häufig zu rotem Glühwein.

Fazit: Guter Glühwein braucht vor allem die richtige Temperatur

Glühwein gehört seit Generationen zur kalten Jahreszeit. Seine Verbindung aus Wein, Gewürzen und Wärme macht ihn zu einem besonderen Genuss, der weit über den Weihnachtsmarkt hinaus beliebt ist.

Dabei kommt es nicht darauf an, den Glühwein möglichst heiß zu servieren. Viel wichtiger ist eine schonende Erwärmung, bei der die Aromen erhalten bleiben.

Etwa 60 °C sind dafür ein hervorragender Richtwert. Der Glühwein ist angenehm warm, die winterlichen Gewürze kommen gut zur Geltung und unnötig starkes Erhitzen wird vermieden.

Mit dem Glühwein aus Rotwein der Winzergenossenschaft Herxheim am Berg lässt sich dieser Genuss besonders unkompliziert nach Hause holen. Einfach erwärmen, in eine schöne Tasse einschenken und einen gemütlichen Winterabend genießen.

Lust auf einen gemütlichen Glühweinabend bekommen?

Ob nach einem Winterspaziergang, beim Treffen mit Freunden oder an einem ruhigen Abend zu Hause: Ein guter Glühwein bringt Wärme und winterliche Aromen ins Glas.

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