Meersalz, Steinsalz oder Siedesalz – wo liegt eigentlich der Unterschied?
Viele greifen beim Kochen automatisch zum nächstbesten Salz. Doch je nach Herkunft, Struktur und Verarbeitung gibt es deutliche Unterschiede im Geschmack und in der Verwendung.
Welches Salz eignet sich für Fleisch?
Welches passt zu Fisch oder Salat?
Und ist Meersalz wirklich gesünder als herkömmliches Speisesalz?
Hier erfährst du, wie Salz entsteht, worin sich die verschiedenen Arten unterscheiden und welches Salz sich für welchen Zweck am besten eignet.
Wie entsteht Salz?
Salz ist ein natürliches Mineral, das überwiegend aus Natriumchlorid besteht. Seine Entstehung reicht Millionen Jahre zurück: Als sich Urmeere durch klimatische Veränderungen zurückzogen oder verdunsteten, blieben Salzablagerungen zurück. Diese wurden im Laufe der Zeit von Gestein überdeckt und bildeten unterirdische Lagerstätten.
Heute wird Salz auf drei Hauptarten gewonnen:
- durch Verdunstung von Meerwasser
- durch Abbau von unterirdischem Steinsalz
- durch Verdampfung von Sole (Siedesalzverfahren)
Je nach Methode entstehen unterschiedliche Strukturen, Körnungen und Feuchtigkeitsgrade.
Unterschied zwischen Meersalz, Steinsalz und Siedesalz
Meersalz
Meersalz entsteht durch natürliche Verdunstung von Meerwasser in Salzgärten. Sonne und Wind sorgen dafür, dass das Wasser langsam verdampft und Salzkristalle zurückbleiben.
Eigenschaften:
- meist grobkörnig oder leicht feucht
- mild und leicht mineralisch
- ideal als Finish-Salz
Besonders geeignet für:
- Salate
- Fisch
- Grillgemüse
- mediterrane Gerichte
Grobes oder naturbelassenes Meersalz eignet sich hervorragend zum Nachwürzen direkt am Tisch oder als strukturgebendes Salz beim Grillen.
Steinsalz
Steinsalz wird in Bergwerken unter Tage abgebaut. Es stammt aus ehemaligen Urmeeren, die vor Millionen Jahren austrockneten.
Eigenschaften:
- trocken
- meist etwas härtere Kristallstruktur
- neutraler Geschmack
Besonders geeignet für:
- Salz- oder Pfeffermühlen
- Alltagsküche
- Kochen von Pasta oder Gemüse
Steinsalz ist robust und vielseitig einsetzbar.
Siedesalz
Siedesalz wird aus Sole gewonnen. Dabei wird Wasser in Salzlagerstätten gepumpt, das Salz gelöst und anschließend durch Verdampfung wieder kristallisiert.
Eigenschaften:
- sehr fein
- gleichmäßige Körnung
- gut dosierbar
Besonders geeignet für:
- Backwaren
- Teige
- gleichmäßiges Würzen
Übersicht: Welche Salzart wofür?
| Salzart | Herkunft | Struktur | Ideal für |
|---|---|---|---|
| Meersalz | Verdunstetes Meerwasser | grob bis feucht | Fisch, Salate, Grillgerichte |
| Steinsalz | Bergwerk | trocken, fest | Alltagsküche, Mühle |
| Siedesalz | Verdampfte Sole | sehr fein | Backen, Teigwaren |
Welches Salz ist besser?
Es gibt kein „besser“ – sondern nur „passender“.
Für feine Speisen oder zum Veredeln eignet sich grobes oder handgeschöpftes Meersalz besonders gut.
Für die tägliche Küche ist feines Speisesalz praktisch.
Für die Mühle oder rustikale Gerichte bietet sich grobes Salz an.
Entscheidend ist nicht die Salzart allein, sondern der bewusste Einsatz.
Ist Meersalz gesünder als normales Salz?
Diese Frage wird häufig gestellt.
Reines Salz besteht überwiegend aus Natriumchlorid – unabhängig von der Herkunft. Zwar enthalten naturbelassene Salze teilweise geringe Mengen an Mineralstoffen, diese sind jedoch ernährungsphysiologisch kaum relevant.
Gesundheitlich entscheidend ist nicht die Salzart, sondern die Menge.
Ein bewusster Umgang ist wichtiger als die Wahl zwischen Meersalz oder Steinsalz.



Salz selbst verfeinern – einfache Ideen
Salz eignet sich hervorragend als Basis für eigene Gewürzmischungen.
Kräutersalz
Getrocknete Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Basilikum fein hacken und mit grobem Salz mischen. Ideal für Kartoffeln oder Fleisch.
Zitrussalz
Abrieb von unbehandelten Zitronen- oder Orangenschalen mit Salz vermengen und trocknen lassen. Perfekt für Fisch oder sommerliche Gerichte.
Gewürzsalz
Pfeffer, Chili oder Paprika sorgen für Tiefe und Würze. Frisch gemahlen entfalten sie besonders intensives Aroma.
Wichtig: Selbst verfeinerte Salze sollten trocken und luftdicht gelagert werden.
Fazit
Salz ist eines der einfachsten und zugleich wirkungsvollsten Würzmittel. Ob Meersalz, Steinsalz oder Siedesalz – jede Variante hat ihren eigenen Charakter und ihre bevorzugte Verwendung.
Wer bewusst würzt, hebt Aromen hervor, schafft Kontraste und bringt Speisen geschmacklich ins Gleichgewicht.
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Für Grillgerichte & Mühle
Grobes Meersalz – ideal für Fleisch, Gemüse oder Salzmühlen.
Für Fisch & mediterrane Küche
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